EIS IM VERGLEICH
Wie sich Katla von Islands Eishöhlen unterscheidet
Island bietet natürliche blaue Höhlen, künstlich angelegte Tunnel und Gletscherhöhlen unter vielen Namen. Hier erfahren Sie, was die aschegestreifte Katla-Höhle von den anderen abhebt.
Check dates and availability ↗Three kinds of Icelandic ice cave, compared
| Type | Example | How it forms | Changes yearly? |
|---|---|---|---|
| Natürlich, aschedurchzogen | Katla (Kötlujökull) | Schmelzwasser formt den Gletscher | Ja — erneuert sich jede Saison |
| Natürlich, blau | Vatnajökull-Höhlen | Schmelzwasser formt den Gletscher | Ja — erneuert sich jede Saison |
| Künstlich angelegter Tunnel | Langjökull-Tunnel | Maschinell nach festem Plan geschnitten | Nein — konstruiert, ganzjährig stabil |
Zwei sehr unterschiedliche Dinge, die „Eishöhle“ genannt werden
Bevor man Katla mit irgendetwas anderem vergleicht, hilft es zu wissen, dass „Eishöhle“ in Island zwei grundlegend verschiedene Erlebnisse umfasst. Die erste ist eine natürliche Gletscherhöhle – eine Kammer, die von Wasser, das durch und unter dem Eis fließt, aus einem lebenden Gletscher geschmolzen wurde. Die zweite ist ein künstlicher Eistunnel, der maschinell in einen Gletscher geschnitten und in einer festen Form gehalten wird. Auf Fotos können sie oberflächlich ähnlich aussehen, aber sie verhalten sich völlig unterschiedlich: Die eine ist von der Natur geformt und formt sich jedes Jahr neu, die andere ist konstruiert und bleibt an Ort und Stelle. Die Eishöhle von Katla gehört eindeutig zur ersten Kategorie – ein Naturphänomen im Auslassgletscher Kötlujökull – und fast alles Besondere an einem Besuch ergibt sich aus genau dieser Tatsache.
Vatnajökulls blaue Höhlen – der engste Verwandte
Die natürlichen Höhlen, die die meisten Reisenden auf Fotos gesehen haben, liegen am Vatnajökull, Islands größtem Eisschild, weiter östlich. Sie teilen Katlas DNA: Sie sind von Schmelzwasser geformt, leuchten tiefblau, wo das Eis alt und verdichtet ist, und verändern sich von Saison zu Saison, während der Gletscher fließt und wieder schmilzt. Was die Vatnajökull-Höhlen in den besten Jahren auszeichnet, ist die schiere Reinheit ihres Blaus und ihr Ruhm – sie gehören zu den bekanntesten Winterattraktionen des Landes. Katlas Familienähnlichkeit ist echt, aber ihr Charakter ist anders, vor allem wegen dem, was das Eis dort über die Jahrhunderte verschluckt hat. Wenn Sie ein virales Blauhöhlen-Bild bewundert haben, stammt es mit großer Wahrscheinlichkeit vom Vatnajökull und nicht von Katla.
Langjökulls Tunnel – eine völlig andere Sache
Am anderen Ende des Spektrums liegt der künstliche Tunnel, der in den Langjökull gebohrt wurde, manchmal unter dem Motto „hinein in den Gletscher“ vermarktet. Dies ist überhaupt keine natürliche Höhle: Sie wurde maschinell geschnitten, folgt einem geplanten Layout und ist entscheidend ganzjährig geöffnet, weil sie nicht vom aktuellen Schmelzwasser der Saison abhängt. Diese Vorhersehbarkeit ist ihr Verkaufsargument – man weiß ungefähr, was man sehen wird, und der Zugang ist weniger vom Wetter abhängig. Der Nachteil ist, dass man durch konstruiertes Eis läuft statt durch eine Kammer, die der Gletscher selbst in diesem Winter geformt hat. Keines ist „besser“; sie beantworten einfach unterschiedliche Fragen. Katla liegt am entgegengesetzten Pol zum Langjökull: wild, natürlich und nie zweimal ganz gleich.
Katlas Markenzeichen – Asche im Eis
Was die Katla-Höhle am deutlichsten von ihren blauen Verwandten unterscheidet, ist die Farbe, und zwar das Schwarz. Der Mýrdalsjökull-Eisschild liegt direkt auf dem Katla-Vulkan, und über Jahrhunderte hat der Gletscher Schicht um Schicht vulkanischer Asche aus seinen Eruptionen aufgenommen. Diese Ascheschichten werden im langsam fließenden Eis mitgetragen und treten in den Höhlenwänden als dunkle Streifen, Bänder und Schlieren zutage, die sich durch das Blau ziehen. Viele Besucher beschreiben den Anblick als gefrorenes „Sandwich“ aus Eis und Asche. Andere natürliche Höhlen können etwas Sediment zeigen, aber Katlas Asche-Signatur ist ungewöhnlich ausgeprägt, weil die Höhle über einem Vulkan liegt – die schwarzen Streifen sind buchstäblich ein geologisches Archiv des Berges unter Ihren Füßen.
Warum der Unterschied bei der Planung zählt
Die praktische Konsequenz ist, dass eine Katla-Tour die Kompromisse jeder natürlichen Höhle mit sich bringt. Da sich das Gebilde jedes Jahr neu formt und vom aktuellen Eis abhängt, ist kein Foto, das Sie gesehen haben, eine Garantie für das, was Sie vorfinden, und Abfahrten hängen von Wetter und Gletscherbedingungen ab statt von einem festen Zeitplan. Ein künstlicher Tunnel gibt Ihnen Sicherheit; Katla gibt Ihnen Authentizität, um den Preis einer Wetterklausel. Wenn Ihnen wirklich wildes, gletschergeformtes Eis wichtiger ist als Vorhersehbarkeit, dann ist die natürliche Höhle der Punkt – und die Aschestreifen verleihen Katla einen Charakter, den die konstruierten Tunnel und selbst die östlichen Blauhöhlen nicht ganz nachbilden können. Wählen Sie danach, was Sie von dem Tag tatsächlich erwarten.